Bundesausschuss für Fischfang Pressemitteilungen | Contáctenos

Das System der Quotifizierung wurde von den wichtigsten sich dem Fischfang widmenden Staaten eingesetzt. Es verleiht den Unternehmen die notwendige Rechtssicherheit und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Tätigkeit auf längere Sicht zu planen. Auch erlaubt das System, im Voraus die verfügbaren Fangvolumina der Betreiber zu kennen, um die industrielle Aktivität zu steuern. Auf diese Weise werden die Investitionen und das Wachstum der Unternehmen gefördert, die illegale Arbeit unterbunden, die Kontrollen jederart erleichtert und die Tätigkeit transparent gemacht.

In unserem Land hat das Bundesgesetz 24.922 über Fischfang mittels der „Regelung der individuellen übertragbaren Fangquoten“ (CITC) eine wesentliche Abänderung  des Regelwerks für den Fischfang vorgenommen, die das bis dann gültige olympische System des Fischfangs ersetzte. Diese Maßnahme bringt die Umwandlung der Verwaltung, Aufsicht und Kontrolle der geltenden Fischfanggenehmigungen mit sich.

Allgemeine Regelung für die Verwaltung von individuellen übertragbaren Fangquoten (CITC)
Verwaltungspolitik für die Fischereiressourcen: Quotifizierung und Umsetzung der CITC-Regelung
Entscheidungssammlung des Bundesausschusses für Fischfang (CFP) 2000 bis 2009
Funktionsschema der Umsetzung der CITC-Regelung
Technischer Bericht der Zuteilungsberechnungen
Spezifische Regelungen der individuellen übertragbaren Fangquoten für:
Polaca (Micromesistius Australis)
Merluza Negra (Dissostichus Eleginoidei)
Merluza de cola (Macruronus Magellanicus)
Merluza común (Merlucius Hubbsi)
Übertragungsvorschriften für die individuellen übertragbaren Fangquoten

Die neue Maßnahme wird für die nachhaltige Ausbeutung der lebenden Meeresressourcen als rationeller erachtet und hat das frühere Konzept der Fischfanggenehmigungen beiseite gelassen indem diese auf die individuellen übertragbaren Fangquoten bezogen werden bzw. auf die Fanggenehmigungen (AC) für jene Arten, die keinen Quoten unterworfen sind. Die Fanggenehmigungen werden den Schiffen nur zwecks Zutritts zu den Fanggründen erteilt. Für den Fischfang als solchen sin die entsprechenden Zulassungen erforderlich.

Die individuellen übertragbaren Fangquoten sind eine befristete vom Staat zugunsten des Inhabers einer Fanggenehmigung erteilte Konzession, die zum Fang eines prozentualen Anteils der erlaubten Höchstfangquote (CMP) einer bestimmten Art befugt, wobei jener Anteil - in Tonnen ausgedrückt und auf die erlaubte Höchstfangquote bezogen - jährlich festgelegt wird.

Das Gesetz befugt den Bundesausschuss für Fischfang auch zur Reglementierung und zum Erlass aller erforderlichen Vorschriften zwecks Erstellung eines Regelwerks zur Verwaltung der Fischereiressourcen mittels der Erteilung von Fangquoten nach Spezies, pro Schiff, Fischgründen und Flottenarten. Währenddessen enthalten die gültigen Fischfanggenehmigungen die Zulassung zum Fang bestimmter Spezies im Rahmen der in der historischen (vor Gesetz 24.922 gültigen) Zulassung enthaltenen Grenzen.

Seit dem Jahr 2000 beschäftigte sich der Bundesausschuss für Fischfang mit der Ausarbeitung aller Vorschriften und Bestimmungen, die für eine Regelung der individuellen übertragbaren Fangquote erforderlich sind und deren Umsetzung die Krönung des langen mit der Verabschiedung von Gesetz 24.922 eingeleiteten Prozesses ist.

Während dieses Zeitraums wurden Inhaberschaften von Fangschiffen oder deren  Fanggenehmigungen übertragen. Dieser Umstand erforderte die Anpassung und die Fortschreibung von Daten, um schließlich die effektive Erteilung von individuellen übertragbaren Fangquoten vorzunehmen.

Als vorübergehende Maßnahme erachtete der Bundesausschuss für Fischfang es als angebracht und notwendig, Fanggenehmigungen (AC) für einige Arten zuzuweisen und somit den Betroffenen eine Richtlinie zu bieten, die mit der Zeit verbessert und als effizientes Mittel dienen würde, die Handhabung des Fischereiwesens bis zur Umsetzung der individuellen und übertragbaren Fangquoten zu ordnen.

Der Fang von Dissostichus eleginoidei, Micromesistius australis und Macruronus magellanicus wurde unlängst im Rahmen dieses vom Bundesausschuss festgelegten den individuellen und übertragbaren Fangquoten ähnlichen Systems verwaltet. Die erteilten Fanggenehmigungen bewahrten ein gesundes Verhältnis zur erlaubten Höchstfangquote. Konzeptmäßig ist die Fanggenehmigung der individuellen  übertragbaren Fangquote ähnlich, insoweit sie den Fang einer Spezies im Rahmen der konkreten Durchführung des Fischfangs erlaubt. Grundsätzlich beruht der Unterschied auf der jeweiligen Dauer.

Auch wurden Fanggenehmigungen für die patagonische Kammmuschel (Pectinoidea) erteilt, obwohl diese Art von der zukünftigen Regelung der individuellen und übertragbare Fangquoten erfasst werden würde und zwar für eine Vielfalt von Küstenspezies, wodurch den Fangmöglichkeiten der Schiffe Rechnung getragen wurde. Ausdrücklich schlossen diese Quoten bis damals Fangraten bestimmter Arten ein, welche die sogenannte Vielfalt von Küstenspezies bildete und die in dieser ichthyschen Gruppe zusammengefasst sind.

Diese wertvolle Erfahrung wurde von den unmittelbaren Beteiligten des Sektors, den die vom Bundesausschuss für Fischfang getroffenen Entscheidungen  betrafen, in hohem Maße gewürdigt.

Abgesehen von den spezifischen Vorschriften in Bezug auf die Zuteilung von Fangquoten und die Umsetzung der Regelungen unterliegen die individuellen und übertragbaren Fangquoten den Bestimmungen über Verwaltung der jeweiligen Arten.

Im Rahmen des vom Bundesausschuss für Fischfang entwickelten Quotifizierungsprozesses wurden folgende Handlungen vorgenommen:

a) Die Entscheidung, die Arten Micromesistius australis, Dissostichus eleginoidei, Macruronus magellanicus und Merlucius hubbsi nach deren anzahlmäßigem Vorkommen und Merkmalen zu quotifizieren und weil eine allgemeine Meinung vorherrscht, die Zielarten von höherem Handelswert, auf welche sich die meiste Tätigkeit der Fischfangflotte konzentriert, zu priorisieren.

b) Beteiligung von Vertretern des Fischereiwesens an der Diskussion über die wichtigsten Aspekte des Quotifizierungsprozesses (Behörden des Bereichs, Forschungsstellen, einschlägige Kammern):

  • Workshops des Unterstaatssekretariats für Fischfang über „Fischfangverwaltung und individuelle Fangquoten“ (1998/1999), gesetzliche, normative, biologische und technisch-wirtschaftliche Aspekte in Verbindung mit deren Umsetzung.
  • Seminare des Programms für nachhaltiges Management des Fischfangs (PROMASPE) bezüglich des „Übergangs vom olympischen System auf ein auf individuelle übertragbare Fangquoten beruhendes Verwaltungssystem“ (2000/2001).
  • Workshops des Bundesausschusses für Fischfang mit Simulationsübungen der Umsetzung der Regelung der individuellen übertragbare Fangquoten (2006).

Außer den Workshops und Seminaren wurden Delegationen organisiert, die Länder besuchten, in welchen das System der individuellen übertragbaren Fangquoten eingeführt wurde, wie etwa Kanada (1998) und Island (2006).

c) Einholung und Veröffentlichung der erforderlichen Information zum Ausbau der Datenbank und der Zuteilung von individuellen übertragbaren Fangquoten im Rahmen von Gesetz 24.922. Es sind Daten in Bezug auf:

  • Ordnungsmäßige historische Fänge der vier Arten in den Jahren 1989 bis 1996. (Beschlüsse CFP 23/2001, CFP 2/2002, SAGPyA 258/2003).
  • In den Jahren 1996 und 1999 eingesetzte Arbeitskraft, gesamte Investitionen während des Zeitraums 1989 bis 1996 und der gesamte Ertrag nach Spezies im selben Zeitraum. (Beschlüsse CFP 4/2000, 4/2002 und Abänderungen).
  • Strafmaßnahmen.

d) Analyse, Bereinigung und Ausbau der Datenbank, die anhand der gemäß den erwähnten Bestimmungen erfassten Information erstellt wurde.

e) Entwurf und Erstellung des Systems zur Zuteilung von Fangquoten und Analyse der verschiedenen Methodologien und Modelle zur Behandlung der vom Gesetz festgelegten Zuteilungsparameter  (gesetzmäßige Fänge, Arbeitskraft, Investitionen und Ertrag) je nach Flottenart und/oder Fischereigebieten.

f) Festlegung der allgemeinen Regelung der individuellen übertragbare Fangquoten (Beschluss CFP 10/2009):

  • Diese Regelung sieht außer den individuellen Quoten auch Fischbestände zwecks Verwaltung, Schutz, handwerklichen und sozialen Raten vor.
  • Die individuelle übertragbare Fangquote befugt zum Fang einer Art gemäß den Bestimmungen dieser allgemeinen Regelung sowie nach dem Vorschriften für die  jeweilige Art, doch außerdem ist die Zulassung des entsprechenden Zuständigkeitsbereichs sowie die Erfüllung der jeweiligen allgemeinen Bestimmungen erforderlich.
  • Die Gültigkeitsdauer der Konzession einer individuellen übertragbaren Fangquote beträgt 15 Jahre ab Inkrafttreten des jeweiligen spezifischen Regelwerks.
  • Die Ausübung der von der individuellen übertragbaren Fangquote verliehenen Fangrechte ist an die Entrichtung der einheitlichen Fanggebühr gebunden.
  • Keine natürliche oder juristische Person oder Unternehmensgruppe darf mehr individuelle übertragbare Fangquoten anhäufen, als die spezifischen Regelungen prozentual festlegen.
  • Die individuellen übertragbaren Fangrechte sind ganz oder teilweise und endgültig oder vorübergehend im Rahmen der vom Bundesausschuss für Fischfang vorgeschriebenen allgemeinen Bedingungen teilbar und übertragbar. Für die Übertragung ist eine Übertragungsgebühr zu entrichten, die an den nationalen Fischfangfonds abgeführt wird.
  • Die erstmalige Zuteilung der individuellen übertragbaren Fangquoten geht zugunsten von natürlichen oder juristischen Personen, die Inhaber einer oder mehrerer Fanggenehmigungen und im Fischfangverzeichnis nach dem vom Bundesausschuss für Fischfang für die jeweilige Spezies festgelegten Vorgehen eingetragen sind.

g) Als Abschluss dieses Prozesses wurde im Rahmen der Verwaltungspolitik für Fischereiressourcen mittels Protokoll CFP 49/2009 die Anwendung nach Arten der Regelung der individuellen übertragbare Fangquoten beschlossen.

h) In diesem Kontext wurden die spezifischen Regelungen der individuellen  übertragbare Fangquoten für Micromesistius australis, Dissostichus eleginoidei, Macruronus magellanicus und Merlucius hubbsi bewilligt (Beschlüsse CFP 20/2009, 21/2009, 22/2009 und 23/2009). Bezüglich des Merlucius hubbsi, der seit 1999 der Verwaltung gemäß Notverordnung 189/1999 unterliegt, verfügte das Staatssekretariat für Land- und Viehwirtschaft und Fischfang die Verwaltung dieser Spezies wieder dem Bundesausschuss für Fischfang zu übertragen, in welchem die Provinzen mit Küstengewässern und die Zentralregierung vertreten sind.

i) Genehmigung der Übertragungsvorschriften für die individuellen übertragbaren Fangquoten (Beschluss CFP 24/2009).

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